Ernährung

Natürliche Antibiotika: 5 Beeren mit heilenden Kräften

Beeren
Beeren sind wahnsinnig gesund. Wir stellen dir die besten Sorten vor. (Foto: Pixabay.com / PublicDomainPictures)
geschrieben von Vivien Stellmach

Beeren stecken voller Vitamine und Mineralstoffe, einige von ihnen hemmen sogar Entzündungen im Körper und können als natürliche Alternative für Antibiotika dienen. Wir möchten dir einmal fünf wirklich gesunde Power-Beeren vorstellen.

Das Wichtigste zuerst: Du hast deine Gesundheit selbst in der Hand. Wenn du gelernt hast, auf deinen Körper zu hören, weißt du immer auch selbst am besten, was du gerade brauchst. Das gilt sowohl für deine Ernährung als auch für deine Medizin.

Beeren sind kein Allheilmittel

Beeren sind kein Allheilmittel. Wir schreiben das so deutlich, weil wir nicht vermitteln möchten, dass Beeren eins zu eins als Alternative für Antibiotika dienen.

Antibiotika werden aus Stoffwechselprodukten von Mikroorganismen gewonnen. Wir setzen sie ein, um bakterielle Infektionen zu bekämpfen. Manchmal können sie sogar Leben retten, beispielsweise wenn wir an einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung leiden.

Antibiotika helfen nicht gegen Viren

Leider werden Antibiotika oft zu schnell verschrieben und fehlerhaft eingesetzt. Gegen Viren können sie beispielsweise nichts ausrichten. Leider können die Mittel zudem – ob richtig oder falsch eingesetzt – auch gute Bakterien abtöten und Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Durchfall verursachen.

Bestenfalls lässt du dir Antibiotika also nur von einem Arzt verschreiben, der sich ernsthaft mit dir beschäftigt und dem du wirklich vertraust. Denn das Mittel kann deinem Körper ordentlich zusetzen.

Wenn du es zu häufig einnimmst, entwickelst du zudem eine Widerstandsfähigkeit gegen entsprechende Bakterien. Manche Krankheiten lassen sich dann nicht mehr so gut behandeln.

Beeren wirken antibakteriell und entzündungshemmend

Glücklicherweise müssen wir nicht gleich immer Antibiotika nehmen, wenn wir bakteriell infiziert sind. Es gibt natürliche Lebensmittel, die ebenfalls antibakteriell und entzündungshemmend wirken – und hier kommen die Beeren ins Spiel.

Beeren verfügen über ein hohes antioxidatives Potenzial. Sie stecken voller Vitamine und Mineralstoffe, und einige von ihnen eignen sich besonders gut, um Bakterien zu bekämpfen und Entzündungen zu lindern. Wir möchten dir einmal fünf besonders kräftige Früchte vorstellen:

Die fünf Beeren mit besonders starken Eigenschaften

1. Heidelbeeren

Die Heidelbeere kennen viele von uns auch als Blaubeere. Sie wächst bei uns in Deutschland und enthält pro 100 Gramm circa 20 Milligramm Vitamin C.

Viel interessanter sind für uns aber die enthaltenen Gerbstoffe und Anthocyane beziehungsweise wasserlöslichen Pflanzenfarbstoffe: Erstere wirken keimtötend und zusammenziehend, Letztere sind entzündungshemmend.

Wenn sich die Gerbstoffe auf unsere Schleimhäute legen, bilden sie beispielsweise eine dichte Schutzschicht. Keime können durch sie nicht mehr durchdringen, was sich auch positiv auf Magen und Darm auswirkt. Heidelbeeren wirken deshalb auch super gegen Durchfall.

Zudem stecken sie voller Antioxidantien – also Wirkstoffen, die unsere Zellen schützen. Deshalb wirken sie sich positiv auf unsere Haut aus und können dabei helfen, Krebszellen zu vernichten. Heidelbeeren unterstützen auch die Blutbildung, stärken die Augen und tragen äußerlich zur Wundheilung bei.

2. Brombeeren

Brombeeren liefern eine gesunde Mischung aus zahlreichen Antioxidantien: Sie enthalten Vitamin A, B, C, E, Eisen, Magnesium, Mangan, Gerb- und Ballaststoffe sowie Anthocyane.

In den Beeren steckt auch viel Kalium, Kalzium und Magnesium. Deshalb sind sie auch so gut für Knochen und Muskeln. Brombeersaft hilft zudem gegen Husten und wird außerdem bei Gallensteinen, Magenbeschwerden, Blasen- und Nierenleiden sowie Zahnfleischentzündungen eingesetzt.

Doch auch die Brombeerblätter sind nicht zu unterschätzen: Aus ihnen lässt sich ein leckerer Tee kochen, der außerdem entzündungshemmend wirkt.

3. Erdbeeren

Die Erdbeere haben wir dir in einem eigenen Artikel bereits ausführlich als Powerbeere vorgestellt. Sie enthalten viel mehr Vitamin C als Zitronen und stecken voller Ballaststoffe, die unsere Verdauung fördern.

Die rote Beere ist zudem randvoll mit Antioxidantien, darunter Catechin, Quercetin, Kampferol und Lutein. Erdbeeren stoppen so den Alterungsprozess unserer Zellen und machen Herz, Hirn, Augen und Muskeln leistungsstark.

Vor allem aber enthalten Erdbeeren die heilende Ellagsäure, die bei Erkrankungen wie Rheuma, Arthrose, dem chronischen Darmleiden Morbus Crohn, Parkinson und sogar Multipler Sklerose wirkt.

4. Himbeeren

Himbeeren verfügen über einen außergewöhnlich hohen Eisengehalt und wirken deshalb blutreinigend und blutbildend. Weil sie ebenfalls reichlich Vitamin C enthalten, kann unser Körper das Eisen auch besonders gut aufnehmen und verwerten.

Zudem wirkt die Himbeere entzündungshemmend, beruhigend, fiebersenkend und schweißtreibend. Sie kann ein geschwächtes Immunsystem stärken und bei Halsentzündungen, Mundgeschwüren und Zahnfleischentzündungen helfen.

Auch bei Durchfall, Skorbut, Rheuma, Demenz und verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann die Himbeere helfen.

5. Cranberries

Cranberries finden wir meist sonnengetrocknet im Supermarkt, die frischen Beeren kann man mit ein bisschen Glück im Winter ergattern. Sie schmecken sauer und herb, die getrockneten Früchte sind von Natur aus süßer.

Die sekundären Pflanzenstoffe in den Cranberries, Polyphenole und Anthocyane zum Beispiel, wirken antibakteriell. Zudem bringen die enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung in Schuss.

Zudem sagt man Cranberries nach, dass sie das Zahnfleisch stärken und vor Zahnfleischentzündungen und Zahnbelag schützen.

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Vivien Stellmach

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