Ernährung

Cheatday: Ja oder nein? Das solltest du wissen

Cheatday, Cheaten
Coach Marco
geschrieben von Coach Marco

Was genau ist dieser Cheatday eigentlich und ist er notwendig? In diesem Artikel erfährst du, welche Arten von Cheatdays es gibt und was du unbedingt dabei beachten solltest.

Jeder kennt diesen einen Freund, der gerade noch in eine Pizza gebissen hat und kauend sagt „Heute ist mein Cheatday, ich darf das essen!“ Dürfen ist die eine Sache, aber sollte er auch? Macht ein Cheatday wirklich Sinn oder ist das nur eine Ausrede, wenn der innere Schweinehund gewinnt?

Die verschiedenen Arten von Cheatdays

Man unterscheidet zwischen den folgenden beiden Arten von Cheatdays. Zum einen Typ 1, der „Ich esse worauf ich Lust habe, am liebsten Pizza, Pasta und Burger“-Cheater. Zum anderen Typ 2, der sagt:„Ich esse heute außerhalb meiner üblichen Diät aber trotzdem bewusst und mit gewissen Rahmenbedingungen“.

Der Cheater ohne Grenzen

Typ 1 kümmert sich nicht um Nährwerte oder auch nicht um die Kalorienmenge. Das ist natürlich unfassbar gut für die Psyche, da man sich an diesem Tag nicht reguliert. Mit dieser Art des Cheatens kommen die physiologischen Funktionen des Körpers oftmals nicht so gut klar. Bauchschmerzen, Krämpfe und Übelkeit begleiten einen häufig an solchen „eskalativen Cheatdays“.

Der bewusster Cheater

Typ 2 hingegen is(s)t bewusster. Je nach Diät oder Ernährungsweise erlaubt er sich bei dieser Art des Cheatdays Nährstoffe, die er sonst seinem dem Körper vorenthält. Ganz oft sind das die Kohlenhydrate oder auch die Fette. Dennoch achtet er hierbei darauf, dass sein Körper nicht überfordert wird. Er isst portioniert und nicht zu viel auf einmal. Der Typ-2-Cheater achtet darauf, was er isst und geht gewissen Lebensmittel bewusst aus dem Weg.

Ist ein Cheatday sinnvoll und vor allem nötig?

Das kommt ganz darauf an. Gewisse Diäten, die oftmals eine gewisse Zeit durchlaufen müssen, um ihr Potential zu entfalten, stehen in Konflikt mit Cheatdays.

Denn physiologische Vorgänge lassen sich erst nach ein paar Tagen aktivieren. Zum Beispiel wirkt die ketogene Diät erst nach vier bis fünf Tagen und bleibt auch nur so lange aktiv, bis man den ersten Schummeltag durchlaufen hat. Danach braucht dieser Prozess wieder vier bis fünf Tage, um den gewünschten Effekt zu aktivieren.

Mein Tipp: Bei dieser Diät lieber drei bis sechs Wochen ohne Cheatday auskommen, und dann darfst du gerne schummeln.

Auch beim Fasten empfiehlt sich kein Cheatday. Die erholsamen, regenerativen Fähigkeiten des Fastens werden sonst komplett unterbrochen. Besser ist es, den vorgegebenen Diät-Zeitplan einhalten und danach an einen Cheatday denken.

Wer dem Körper eine Zeit lang bestimmte Nährstoffe entzieht, wie zum Beispiel Kohlenhydrate, sollte hin und wieder gegensteuern und zu Kartoffeln und Co greifen. Wer eine „light“ oder „lowfat“ Variante bevorzugt, der sollte gelegentlich zu einer Avocado oder ein paar Nüssen langen.

Vor tausenden Jahren hatten wir nicht die Auswahl an Lebensmittel, die es heute gibt. Der Körper ist daran gewöhnt, eine Zeit lang mehr Fette und weniger Kohlenhydrate aufzunehmen, und an anderen Tagen war es genau andersherum.

Fette, Kohlenhydrate, Proteine, etc. haben alle bestimmte Funktionen und ihre Daseinsberechtigungen. Wer dem Körper diese entzieht, sollte unbedingt darauf achten, hin und wieder zu „Cheaten“ und genau diese Nährstoffe aufnehmen. Der Körper wird es dir danken!

Fazit: Cheaten ja oder nein?

Für all diejenigen, die sich gerade in solch einer Diät befinden, um abzunehmen: Ein Tag, an denen ihr eine Hand voll Nüsse esst oder gar eine Kartoffel, schadet euch nicht, ganz im Gegenteil. Der Körper ist euch sehr dankbar dafür und ihr werden trotzdem weiter abnehmen – sofern ihr am nächsten Tag wieder wie gewohnt weiter macht.

Der Grund dafür liegt am Biorhythmus“ des Körpers. Alle Nährstoffe bewegen das körperliche System. Fehlen einige davon über eine zu lange Zeit, arbeiten das Immunsystem, die Organe etc. nicht mehr ordnungsgemäß. Und ein gesunder Körper sollte auch bei einer Ernährungsumstellung stets im Vordergrund stehen.

Wie du siehst, lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten. Jeder sollte für sich entscheiden, ob ein Cheatday in seiner Lebens-/Diätsphase sinnvoll ist oder nicht. Ein Gespräch mit der Person, die euch eine Diät oder ein Ernährungskonzept vorstellt, sollte euch diese Frage beantworten können.

Wie siehst du das? Cheatest du? Und welche Fragen stellen sich dir dabei? Gerne beantworte ich dir deine Frage!

Im nächsten Teil verrate ich dir, wie häufig so ein Cheatday wirklich Sinn macht.

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Über den Autor

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Als selbstständiger Gesundheits-Coach unterstütze ich täglich Menschen dabei ihre Fitness-/Gesundheitsziele zu verwirklichen. Zudem gebe ich mein Wissen gerne auf BASIC fitness weiter. Deine Fragen zu den Artikeln oder dem Bereich Gesundheit beantworte ich dir gerne unten in den Kommentaren.

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