Ernährung

Ist Dinkelmehl wirklich gesünder als Weizenmehl?

Dinkelbrot Nahaufnahme
Ist Dinkelmehl wirklich so gesund? (Foto: Pixabay.com / cat6719)
Marinela Potor
geschrieben von Marinela Potor

Dinkel gilt – vor allem im Vergleich zu Weizen – als das gesündere Korn. Doch stimmt das wirklich? Hängt es nicht davon ab, wie stark das jeweilige Korn verarbeitet wird?

Dinkel und Weizen sind nahe Verwandte. Trotzdem gilt Dinkel per se als das gesündere Getreide. Das stimmt allerdings nicht immer.

Unbestritten hat Dinkel seine Vorteile: Denn der nahe Verwandte des Weizens ist besonders reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Zink und Eisen. Neben Vitaminen weist er Aminosäuren wie Tryptophan und Tyrosin auf, die unser Körper zur Herstellung des Glückshormons Serotonin benötigt. Daher raten Experten für eine gesunde Ernährung lieber zu Dinkel statt zu Weizen.

Doch wie jedes traditionelle Getreide enthält Dinkel wie Weizen Gluten und ist deshalb für Menschen mit Glutenunverträglichkeit nicht geeignet.

Die Annahme, Dinkel generell als verträglicher als Weizen einzustufen, greift trotz der Vorbehalte gegenüber Weizen zu kurz

Der Grad der Verarbeitung ist entscheidend

Wie beim Weizenmehl hängt die Qualität und Verträglichkeit des Dinkelmehls von seiner Verarbeitung ab. Grund dafür ist, dass beim (industriellen) Backen auf Vorteige generell verzichtet wird.

Um Brote und Backwaren haltbarer zu machen, wurden im Laufe der Zeit entsprechende Getreidesorten gezüchtet. Dies liegt besonders bei Backwaren zum Aufbacken oder jenen aus dem Back-Shop vor. Anders als Brot und Brötchen vom Bäcker enthalten diese Fertigprodukte besonders viele Zusatzstoffe.

Daher solltest du auf stark verarbeitete Brot- und Teigwaren weitestgehend verzichten und lieber darauf achten, Vollkornprodukte (ganz gleich ob Weizen oder Dinkel) in deinen Speiseplan einzubauen. Und die sind bei einer traditionellen Handwerksbäckerei immer noch am besten und gesündesten!

Weizen oder Dinkel: Was ist besser beim Backen?

Auch beim Dinkelmehl unterschiedet man über die Nummerierung nach verschiedenen Typen. Die Zählung hier beginnt bei 630. Wie bei allen Mehlsorten gilt auch beim Dinkelmehl: Je höher die Typenzahl, desto mehr Ballaststoffe enthält das Mehl.

Beim Backen eignen sich aber sowohl Weizen- als auch Dinkelmehl gleich gut, wenn sie auch etwas unterschiedliche Eigenschaften haben. So ist Dinkelmehl im Teig meist weicher, sodass du ihn schneller überkneten kannst.

Dinkel schmeckt uns dabei intensiver und aromatischer. Es hat einen leicht nussigen Geschmack. Weizen schmeckt hingegen neutraler.

Besonders für Kuchen und Plätzchen ist Weizen hervorragend geeignet. Dinkel schmeckt dafür bei verschiedenen Broten herzhaft und sehr aromatisch.

Probiere es einfach mal selbst aus!

Rezept: Dinkelbrot selbst backen

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, Dinkelmehl einmal selbst auszuprobieren, haben wir hier ein sehr leckeres Brotrezept für dich.

Zutaten

  • 500 g Dinkelmehl oder Dinkel-Vollkornmehl
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker oder Honig
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • Öl, Butter oder Margarine für die Form zum Ausfetten (Wenn du dir das Fett sparen möchtest, kannst du die Form mit einem Backpapier auslegen.)
  • Körner und Nüsse (z.B. Sesam, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse) nach Belieben zum Verfeinern
  • evtl. Wasser für die Kruste

Für die Zubereitung benötigst du außerdem noch eine gewöhnliche Schüssel für den Teig sowie eine Kastenform.

Zubereitung

  1. Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen
  2. Alle Zutaten (bis auf Körner und Nüsse) in der Schüssel vermischen. Die Reihenfolge ist egal, nur das lauwarme Wasser sollte erst zum Schluss hinzugegeben werden.
  3. Knete alles zu einem glatten Teig. Wenn der Teig zu klebrig ist, gebe etwas mehr Mehl hinzu. Ist er zu bröselig, gebe mehr Wasser hinzu.
  4. Füge nun nach Geschmack Körner und Nüsse hinzu.
  5. Fülle den Teig in die Kastenform. Achtung! Dinkelteig muss nicht gehen, er kommt direkt in den Ofen.
  6. Backe nun den Teig eine Stunde lang bei 200 Grad Umluft. Du kannst, wenn du möchtest, auf die oberste Schicht immer wieder etwas Wasser pinseln für eine schöne Kruste.
  7. Teste mit einem Holzstäbchen, ob der Teig fertig ist. Bleibt kein Teig am Stäbchen kleben, ist dein Brot fertig.
  8. Wenn du möchtest, kannst du am Ende dein Brot noch mit Körnern bestreuen.
  9. Lasse das Brot kurz abkühlen und hebe es dann aus der Form.

Guten Appetit!

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor

Marinela Potor arbeitet schon seit sie denken kann als Journalistin. Seit 2010 tut sie dies als digitale Nomadin freiberuflich und aus aller Welt. Sie schreibt für verschiedene Tech-Magazine, darunter auch BASIC thinking und sie leitet seit 2016 das BASIC thinking Magazin Mobility Mag. Wenn sie mal gerade nicht schreibt, probiert sie gerne neue Rezepte und neue Yoga-Posen und spielt leidenschaftlich gerne Frisbee-Golf.

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