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Fasten-Methoden und Tipps: So wird deine Fastenkur erfolgreich

Bald beginnt im christlichen Glauben die vorösterliche Fastenzeit statt. Für viele Menschen ein Anlass, sich auf verschiedenen Ebenen im Verzicht zu üben. Diverse Medien propagieren von Kohlsuppe über Stoffwechselkur bis hin zum (Basen-)Fasten alle möglichen Methoden, um auf schnelle Weise Gewicht zu verlieren. Doch ist das überhaupt Sinn und Zweck des Fastens? Und welche Fasten-Methoden sind erfolgreich?

Abnehmen ist nicht erstes Ziel des Fastens, sondern ein netter Nebeneffekt. In erster Linie dient das Heilfasten dazu, deinen Organismus zu entgiften und von Grund auf zu reinigen.

Du kannst dir das wie einen Frühjahrsputz vorstellen. Du wendest verschiedene Fasten-Methoden an und durch den bewussten Verzicht auf feste Nahrung schaltet dein Körper auf den sogenannten Fettstoffwechsel um. Hast du diesen erreicht, befindest du dich im sogenannten Fastenstoffwechsel: Die komplette Ernährung erfolgt aus den eigenen Reserven.

Bist du erstmal im Fastenstoffwechsel, werden nicht nur deine Fettreserven angegriffen. Ebenso können auch Ablagerungen im Bindegewebe bzw. Fettgewebe (gemeinhin als „Schlacken“ bezeichnet) abgebaut werden.

Dein Zwischenzellgewebe (die Matrix) wird entlastet und träge gewordene Stoffwechselvorgänge können wieder in Gang kommen. Auch die Zellversorgung und der Austausch zwischen deinen Zellen können wieder planmäßig funktionieren. Heilfasten ist also die „Stoffwechselkur“ schlechthin!

Was ist mit den Fastenkrisen?

Bei allen abbauenden Prozessen im Körper werden immer auch Abfallprodukte und Giftstoffe frei. So auch beim Heilfasten. Das Freiwerden dieser Stoffe, zum Beispiel aus dem abschmelzenden Fettgewebe, kann unangenehme Begleitsymptome hervorrufen, besser bekannt als „Fastenkrisen“.

Die meisten Menschen, die im Zuge von verschiedener Fasten-Methoden von Krisen betroffen sind, berichten beispielsweise über Kopfweh, Schlappheit, Schwäche, Müdigkeit, Unwohlsein, Frieren und Hungergefühlen.

Gewusst wie: Ohne Krisen fasten!

Meine Meinung: Fastenkrisen müssen nicht sein! Fastenkrisen entstehen, wenn du zu schnell eine der verschiedenen Fasten-Methoden anwendest und dein Körper unvorbereitet oder zu schnell in den Fastenstoffwechsel übergeht. Also, wenn du ihn sozusagen einer Crashkur aussetzt!

Um Fastenkrisen vorzubeugen, solltest du folgende Methoden und Tipps berücksichtigen. Denn nur so bist du perfekt auf dein Fastenerlebnis vorbereitet, dein Organismus geschützt ist und du kannst das Maximum aus deiner Kur herausziehen.

1. Vernünftige Vorbereitung beginnt bereits vor den drei Entlastungstagen

Die typischen drei Entlastungstage greifen meiner Ansicht nach viel zu kurz, wenn wir unseren Körper vernünftig auf das Fasten vorbereiten wollen. Erfolgskritisch ist es, möglichst viele Säurelasten und Stoffwechselabfallprodukte bereits vor dem eigentlichen Fastenbeginn zu „entsorgen“.

Schließlich werden während des Fastens massiv eingelagerte Abfallprodukte oder Giftstoffe freigesetzt – zusätzlich zu denen, die ohnehin schon in deinem Körper unterwegs sind. Unser Ziel ist es also, die bereits herumschwirrenden und bereits ausleitungsfähigen belastenden Stoffe herauszuschmeißen. Dann hat dein Körper während deiner Fastenkur mehr Kapazitäten, sich um die neu freiwerdenden Stoffe zu kümmern. Dazu solltest du dir mindestens zwei Wochen Zeit nehmen.

In diesen zwei Wochen schleichst du schnellstmöglich folgende Dinge aus:

  • Kaffee & Schwarztee
  • Zucker & Süßigkeiten
  • Weizenprodukte
  • Kuhmilchprodukte
  • Genussgifte

Warum? Die genannten „Lebens“mittel zählen zu den stärksten Übersäurern und schädigen deine Darmbarriere. Säuren sind Hauptverursacher für Fastenkrisen und deinen Darm wollen wir beim Fasten schließlich so richtig auf Vordermann bringen.

Kleiner Tipp am Rande: Kaffeevieltrinker profitieren von Zitronenwasser gegen die Entzugserscheinungen. Einfach eine frische Zitrone in eine Karaffe Wasser pressen.

2. Trink die Schlacken weg

Dass unser Körper zu ungefähr 70 Prozent aus Wasser besteht, ist wahrscheinlich kein Geheimnis; auch, dass du Wasser nicht nur für die Versorgung deiner Zellen benötigst, sondern auch für Entsorgungsprozesse, also für die Müllabfuhr im Körper.

Gerade während deiner Fastenkur ist Wasser total wichtig für dich. Schließlich befindest du dich mitten in der Ausleitung und Entgiftung und wir wollen erreichen, dass sich die freiwerdenden „Schlacken“ möglichst kurz in deinem Körper aufhalten.

Raus kommen sie über Urin und Stuhl – für beides brauchst du ausreichende Flüssigkeitsversorgung. 35 ml pro kg Körpergewicht ist die Grundformel, die du im Auge haben solltest.

Beim Fasten legst du hier noch eine Schippe drauf: Ein Liter zusätzlich solltest du pro Tag zu dir nehmen. Keine Angst: Zuviel wird es nicht. In der Fastenwoche verkraftet dein Körper locker drei bis fünf Liter Flüssigkeit täglich.

3. Unterstütze deine Ausleitungs- und Entgiftungsorgane

Dein Verdauungstrakt hat während deiner Fastenkur Urlaub. Deine Ausleitungs- und Entgiftungsorgane hingegen haben Hochkonjunktur. Du tust also gut daran, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Wie du das tun kannst?

Neben ausreichender Trinkmenge (die hilft vor allem deinen Nieren) lege ich dir folgende Fasten-Methoden und Maßnahmen ans Herz:

Leberwickel für die Leber

Deine Leber mag es feuchtwarm. Halte ein Wickeltuch oder einen großen Waschlappen unter heißes Wasser, wring es aus und leg es auf deine Leber (rechtsseitig unter dem Rippenbogen). Dann schnell ein trockenes Tuch darüber und eine Wärmflasche oder ein warmes Dinkelkissen drauf. Wickel dich danach in eine Decke ein und leg die Füße hoch. Mindestens 30 Minuten solltest du mit dem Wickel ruhen, damit er seine Wirkung entfalten kann.

Mariendistel für die Leber

Du kannst während der Fastenkur täglich ein Mariendistelpräparat verwenden, sofern deine Leber nicht vorbelastet ist. Dies schützt und stützt dein Hauptstoffwechselorgan.

Chlorella für den Darm

Die Alge ist nicht nur bekannt für ihre ausleitenden Eigenschaften im Hinblick auf Schwermetalle. Sie liefert ebenso Ballaststoffe für deinen Darm und ein paar Mikronährstoffe.

Flohsamenschalen für den Darm

Je mehr du beim Fasten ausleitest, desto besser und leichter für deinen Körper! Gib einen Esslöffel täglich in ein Glas Wasser, lass sie ganz kurz quellen und trink das Glas leer.

Flohsamenschalen quellen enorm! Das ist ein echtes Geschenk für deinen Darm und hilft, ihn wie Scheuersand von Rückständen zu befreien und regt gleichzeitig die Darmbewegungen an.

Spazieren für die Lunge

Deine Lunge kann Säuren abatmen und das nicht zu knapp. Du machst ihr dies leichter, indem du tief atmest und das am besten draußen an der frischen Luft.

Lange Spaziergänge setzen außerdem einen Reiz für deine Muskulatur und wirken dem Abbau entgegen.

Einen Einlauf in Ehren kann niemand verwehren…

Mein allererster Notfalltipp ist in den meisten Fällen ein Einlauf! Eine großartige Möglichkeit, deinen Körper zu entlasten! Denn ein Einlauf hilft, den Darm zu entlasten, Giftstoffe schnell auszuleiten und den Stoffwechsel anzuregen. Ich empfehle ihn jeden Tag während einer Fastenkur. Mindestens jeden zweiten Tag solltest du an ihn denken.

Und vor allem, wenn du das Gefühl hast, es kündigen sich Kopfweh oder übermäßige Müdigkeit an.
Beginne mit ungefähr 500 Milliliter Flüssigkeit und steigere dich von Tag zu Tag auf bis zu 1000 Milliliter.

Ich koche Wasser mit je einem Teelöffel Fenchel, Anis und Kümmel auf, lasse die Mischung bei geschlossenem Deckel ungefähr zehn Minuten ziehen und dann auf Zimmertemperatur abkühlen.
Zum Schluss gebe ich einen Esslöffel Leinöl dazu.

Für die Durchführung hat sich die sogenannte Klysopumpe bewährt – ein Schlauch mit einem kleinen Ballon, den du selbst über Handdruck steuern kannst. So kannst du ganz behutsam die Einlaufmenge variieren.

Tipp: Etwas Vaseline auf dem Einführstutzen am Schlauchende macht die Sache angenehmer…
Bei Berührungsängsten mit dem Thema Einlauf hilft es übrigens oft, es einfach mal auszuprobieren – notfalls mit einem Klistier aus der Apotheke. Das wird dir fürs Fasten zwar nicht viel bringen, hilft aber vielleicht, dich langsam an das Thema heranzuwagen…

Mein Fazit

Mit den vorgenannten Tipps hast du die erfolgreichsten fasten-Methoden und wichtigsten Helferlein parat, die deine Fastenkur zum Selbstläufer machen. Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren!

Hervorragend ist eine Heilfastenkur geeignet, um eine – vielleicht schon lange geplante – Ernährungsumstellung sinnvoll einzuleiten. In meiner Praxis begleite ich seit mehreren Jahren erfolgreich Einzel-Fastende und leite Fastengruppen, die mit individuell erarbeiteten Fastenplänen und Fasten-Methoden krisenfrei und fröhlich im ganz normalen Arbeitsalltag fasten.

Im Nachgang arbeite ich mit maßgeschneiderten, individuellen Ernährungsplänen, die sich nahtlos an eine Fastenkur anschließen können. So kannst du deine Ernährung in Zukunft an optimalen Leitplanken orientieren, dein Wohlbefinden immens steigern und problemlos dein Wunschgewicht erreichen und auch halten.

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Gabriela Hoppe

Autor: Gabriela Hoppe

Dr. Gabriela Hoppe ist Ernährungsspezialistin und Heilpraktikerin und seit vielen Jahren in eigener Praxis in Hannover tätig. Sie setzt auf maßgeschneiderte Ernährungskonzepte, die sie auf Basis von Laboranalysen komplett individualisiert entwickelt. Sie begleitet nicht nur ihre Praxispatienten, sondern coacht auch Profi-, Leistungs- und Breitensportler in Sachen leistungssteigernder Ernährung.

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