Ernährung

Kaffee: Das solltest du über das schwarze Gold wissen

Kaffee
geschrieben von Vivien Stellmach

Kaffee ist aus unserem alltäglichen Leben kaum mehr wegzudenken. Aber viele Menschen wissen kaum, wie die gerösteten und gemahlenen Bohnen in ihre Küche kommen. Damit sich das ändert, geben wir dir einmal grundlegendes Kaffeewissen an die Hand.

Die Geschichte des Kaffees ist historisch nicht dokumentiert, deshalb ranken um sie viele Legenden und Mythen. Anerkannt ist aber, dass die Kaffeepflanze ursprünglich aus Äthiopien stammt.

Einer Legende nach entdeckte der Hirte Kaldi die Kaffeepflanze in der Region Kaffa, nachdem seine Ziegen rote Kaffeekirschen aßen und aufgeputscht herumsprangen. Mönche kosteten die Früchte ebenfalls, waren aber vom bitteren Geschmack enttäuscht und warfen sie ins Feuer.


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Daraufhin verbreitete sich ein köstlicher Kaffeeduft. Die Mönche machten aus den nun gerösteten Früchten einen Aufguss, den sie als Geschenk Gottes priesen. Er half ihnen, während des Gebets wach zu bleiben.

Wie der Kaffee nach Europa kam

Die ersten Kaffeeüberlieferungen verdanken wir einem Mediziner aus Augsburg, der 1582 durch den vorderen Orient reiste.

Weitere Reisende brachten Kaffee als Souvenir mit nach Europa, sodass bereits im 17. Jahrhundert Kaffeehäuser in Venedig, London, Amsterdam und schließlich auch in Paris eröffneten.

Das erste deutsche Kaffeehaus eröffnete 1673 in Bremen, vier Jahre später zog auch Hamburg nach. Im Herzen der Stadt steht bis heute die traditionsreiche Speicherstadt Kaffeerösterei.

Im 18. Jahrhundert kam der meiste und beste Kaffee aus Südamerika. Die weltweite Verbreitung des Kaffees ist dabei zum Großteil auch auf die europäischen Kolonien zurückzuführen.

Wo unser Kaffee heute herkommt

Die Top Fünf der größten Anbauländer wird heute von Brasilien angeführt. Im ganzen Land gibt es ungefähr 300.000 Kaffeefarmen. Dahinter stehen der Vietnam, Indonesien, Kolumbien und das Ursprungsland des Kaffees Äthiopien.

Besonders wichtig für den Anbau ist ein nährstoffreicher Boden. Dann können die Kaffeesträucher bis zu 3,5 Meter groß werden und Kaffeefrüchte tragen.

Dafür sollten sie sich einer Niederschlagsmenge von rund 1.500 bis 2.000 Liter pro Quadratmeter und dosiertem Sonnenlicht erfreuen.

Die Kaffeesorten: Arabica und Robusta

Es gibt etwa 60 Kaffeesorten, von denen jedoch nur zwei für den Weltmarkt bedeutend sind: Arabica und Robusta.

Der Anbau von Arabica macht etwa 60 bis 70 Prozent weltweit aus, Robusta nimmt den restlichen Anteil vor allem in Ländern wie Vietnam, Indien und Indonesien ein.

Arabica-Pflanzen werden in höheren Anbaugebieten von 600 bis 2.300 Metern angebaut. Sie brauchen konstante Temperaturen bei 15 bis 25 Grad Celcius und vertragen oft kein direktes Sonnenlicht.

Robusta-Pflanzen sind, wie der Name schon sagt, viel robuster. Ihnen machen Temperaturschwankungen, und Sonneneinstrahlung nichts aus. Oft schmeckt Robusta-Kaffee dunkel schokoladig, erdig und leicht bitter.

Arabica-Kaffee ist bekömmlicher und magenverträglicher, denn er ist weniger bitter und verfügt über einen geringeren Chlorogensäuregehalt. Deshalb hat Arabica auch einen besseren Ruf.

So wirkt Koffein in unserem Körper

Die meisten Menschen lieben Kaffee vor allem für seine wachmachende Wirkung. Dafür ist das enthaltene Koffein verantwortlich, welches unser Zentralnervensystem stimuliert und uns aufputscht.

Kaffee ist deshalb vor allem für Menschen geeignet, die schnell wach werden wollen. Denn hier wirkt das Koffein im Körper schneller, weil es nicht an Gerbstoffe gebunden ist. Aus Tee und Guarana nehmen wir Koffein deshalb langsamer auf, wodurch der Wachmacher auch länger wirkt.

Wenn wir Kaffee trinken, gelangt das Koffein nach etwa 40 Minuten ins Blut. Unser Herz schlägt kräftiger und schneller, außerdem steigen Blutdruck und Puls an. Folglich fühlen wir uns nicht mehr müde.

Und das Glückshormon Dopain wird auch noch verstärkt ausgeschüttet. Kaffee kann also auch noch richtig gute Laune machen.

Warum Kaffee früh morgens nicht wach macht

Wer seinen Kaffee am liebsten morgens trinkt, sollte nach dem Aufstehen aber ein bisschen warten – sonst kann das schwarze Gold seine gewünschte Wirkung verfehlen und müde machen.

Dafür ist das lebenswichtige Stresshormon Cortisol verantwortlich, das sich in der zweiten Schlafphase unseres Körpers bildet. Morgens ist die Cortisol-Konzentration am höchsten und wirkt wie ein natürlicher Wecker. In Verbindung mit Licht kurbelt Cortisol den Stoffwechsel sogar richtig an.

Deshalb brauchen wir gleich nach dem Aufstehen auch keinen Kaffee trinken, wenn wir unser Gehirn mit negativen Glaubenssätzen nicht gerade darauf trainiert haben, dass wir „vor dem ersten Kaffee zu nichts zu gebrauchen sind“.

Die Cortisol-Konzentration sinkt erst zwei Stunden nach dem Aufstehen. Dann hilft eine Tasse Kaffee auch am besten, um uns liebevoll wachzurütteln.

Wir produzieren Cortisol übrigens mehrmals am Tag, nämlich auch mittags und nachmittags. Koffein macht uns dementsprechend zwischen diesen Hormonschüben wach.

Wo bekomme ich richtig guten Kaffee her?

Heutzutage finden wir Kaffee an jeder Ecke. Oft gibt es im Supermarkt allerdings hauptsächlich Sorten von Massenherstellern, die qualitativ weniger hochwertig sind.

Kaffee beginnt nämlich direkt nach der Röstung zu altern. Und im Supermarktregal stehen meist Bohnen, die schon vor mehreren Monaten in der Rösttrommel gelandet sind.

Qualität und Geschmack leiden übrigens vor allem, wenn du fertig gemahlenen Kaffee kaufst. Dieser verliert nämlich schon nach 15 Minuten an der Luft sein Aroma. Wer richtig guten Kaffee trinken möchte, sollte lieber ganze Bohnen kaufen – am besten in einer kleinen Kaffeerösterei, die auf Qualität statt Quantität setzt.

Achte auch darauf, dass deine Bohnen schonend trommelgeröstet sind, das fördert die Bekömmlichkeit. Außerdem sollten sie natürlich möglichst frisch geröstet und die Packung mit einem Röstdatum versehen sein.

Grundsätzlich ist es immer auch ein gutes Zeichen, wenn die Packung mit möglichst vielen Informationen zur Herkunft des Kaffees versehen ist.

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Vivien Stellmach

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