Gesundheit

5 natürliche Tipps gegen Regelschmerzen

geschrieben von Vivien Stellmach

Die Periode ist eine natürliche Phase, die oft nach mehr Ruhe verlangt. Trotzdem verbinden sie viele Frauen mit starken Regelschmerzen und Stimmungsschwankungen. Aber das muss nicht sein. Wir geben dir fünf natürliche Tipps für eine entspannte Periode.

Viele Frauen leben mit der felsenfesten Überzeugung, dass die Menstruation leidvoll sei. Dass starke Blutungen, unangenehme Bauchkrämpfe, das Prämenstruelle Syndrom (PMS), Migräne und Stimmungsschwankungen einfach dazugehören.

Aber was, wenn das gar nicht stimmt? Wenn der Schlüssel zur Vorbeugung und Behandlung solcher Regelschmerzen in dir selbst und in deiner Küche liegt?


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Was, wenn deine Periode sogar eine schöne, ruhige Phase sein kann?

Regelschmerzen: Die Hormone sind verantwortlich

Deine Hormone spielen eine entscheidende Rolle bei der Menstruation. Wenn sie nicht in Balance sind, fühlst du dich nicht gut. Dafür kann es viele Gründe geben, schlechter Schlaf und Stress zum Beispiel.

Sehr wichtig ist aber auch die Ernährung. Wenn du anpasst, was du isst, kannst du dein endokrines System unterstützen und deinen Körper mit den Nährstoffen versorgen, die er braucht, um Hormone optimal zu verarbeiten oder zu eliminieren. Damit du dich gut fühlst und gesund bleibst.

Tipp 1: Passe deine Ernährung an

Deshalb kann es ungemein hilfreich sein, deine Ernährung grundsätzlich anzupassen. Iss mehr frisches Obst und Gemüse, vermeide dafür stark verarbeitete Lebensmittel.

Während deiner Periode kannst du deinen Körper mit bestimmten Nährstoffen stark unterstützten. Ein Frauentee aus Himbeerblättern, Hibiskusblättern, Frauenmantel und Lavendel reguliert unter anderem den Zyklus, lockert den Muttermund, wirkt entspannend und entgiftend.

Ein Smoothie aus Bananen, Kakao, Zimt, Macapulver, Mandelmus, Kurkuma, Leinsamen und Hafermilch kann ebenfalls helfen, wenn du beispielsweise einen Blähbauch hast. Das Magnesium in Bananen, Kakao, Mandelmus und Hafermilch entkrampft die Muskeln. Das Omega 3 in den Leinsamen senkt das Prostaglandin, welches für Schmerz und Blutgerinnung verantwortlich ist.

Besonders gut ist das Macapulver. Maca balanciert die Hormone, schenkt Energie, sorgt für eine regelmäßige Periode und einen regelmäßigen Eisprung.

Grundsätzlich ist es gut, während der Menstruation magnesiumreich zu essen. Omega 3, Vitamin B6, Eisen und gesunde Fette sind genauso wichtig und in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.

Vermeiden solltest du hingegen Kaffee, Milchprodukte, raffinierten Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel, Transfette und Fleisch, weil sie deinen Körper zusätzlich belasten und Regelschmerzen verschlimmern können.

Tipp 2: Ändere deine Einstellung

Erinnerst du dich noch an deine erste Periode? Wenn deine Mutter dich nicht gerade liebevoll durch diese Phase gecoacht hat, war sie vermutlich mit Gefühlen wie Angst, Scham und Schmerz verbunden.

Gesellschaftlich war die Menstruation lange ein Tabuthema. Wer wegen Beschwerden zum Arzt ging, bekam oft schnell die Pille verschrieben. Aber dieses Vorgehen hat nichts mit natürlicher Gesundheit zu tun.

Wenn du deine Beschwerden mit der Pille oder anderen Medikamenten behandelst, unterdrückst du die Symptome nur und gehst an der Ursache vorbei. Setze dich stattdessen lieber mit deinem Körper, deiner Ernährung und deinen Lebensgewohnheiten auseinander.

Außerdem ist es wichtig, dass du dich gegebenenfalls von alten Überzeugungen löst. Wenn du denkst, dass deine Periode qualvoll verlaufen wird, dann wird sie es auch tun. Die Menstruation ist eine ganz natürliche Phase, die oft nach mehr Ruhe und Zeit für sich verlangt.

Du kannst deine Tage zu einer Zeit machen, in der du bewusst entschleunigst und dich mehr um dich kümmerst. Setze dich mit einem Frauentee und einer Wärmflasche auf die Couch, nimm ein heißes Bad oder lese ein gutes Buch. Höre auf deinen Körper und mache das, was dir gerade gut tut. Das kann natürlich auch Sport sein, wenn du dich danach fühlst.

Tipp 3: Lass Tampons und andere unnatürliche Hygieneartikel weg

Die Menstruation ist eine ganz natürliche Phase. Dementsprechend ist es nicht normal für unseren Körper, wenn wir die Blutung durch Tampons und andere Hygieneartikel aufhalten.

Keine Frage: In bestimmten Situationen, wenn wir beispielsweise Sport treiben möchten oder ein langes Meeting abhalten müssen, können Tampons unheimlich hilfreich für uns sein.

Aber fünf Tage oder länger ständig einen Fremdkörper in uns herumzutragen, kann natürlich zu Regelschmerzen führen. Herkömmliche Binden und Tampons enthalten oft Dioxine, Pestizide, Chlor und toxische Duftstoffe. Und die können gefährlich für den Intimbereich sein. Wenn du Tampons benutzt, verwende lieber biologische Produkte.

Und was können wir noch tun? Ähnlich wie bei der natürlichen Verhütung, können wir bei der Menstruation das Blut natürlich fließen lassen. Das klingt für viele Frauen erstmal unvorstellbar. Aber wenn wir unsere Tage haben, kommt das Blut gewöhnlich nicht in stetigem Fluss, sondern in Schüben.

Du kannst lernen, mehr auf deinen Körper zu hören. Wenn das Blut aus dem Körper fließen will, kündigt sich das oft durch ein Ziehen im Unterleib an. Wenn du rechtzeitig zur Toilette gehst und den Beckenboden entspannst, kann das angesammelte Blut natürlich fließen. Dafür kannst du deinen Unterleib auch leicht massieren.

Wenn die Monatsblutung sehr stark ausfällt, ist das natürlich schwieriger. Du kannst die freie Menstruation aber testen, indem du an den letzten Tagen deiner Periode beginnst, wenn deine Blutung nur noch schwach ist. Biologische Binden und Slipeinlagen ohne Plastik können dir ebenfalls ein Gefühl von Sicherheit geben.

Durch das Weglassen von Tampons können übrigens Regelschmerzen weniger werden oder komplett verschwinden.

Tipp 4: Nimm dir Zeit für dich

Wenn dir nicht nach Bewegung zumute ist, ruhe dich lieber aus. Sei ehrlich zu dir selbst und höre auf deinen Körper. Nutze die Menstruation aber nicht als Ausrede, um nicht zum Sport zu gehen oder unangenehme Verabredungen sausen zu lassen.

Wir werden nicht unfähig, wenn wir unsere Periode haben. Und auch beim Thema Bewegung ist der Schlüssel Vorbeugung. Wer sich grundsätzlich viel bewegt, bei dem zirkuliert das Blut auch vernünftig.

Yoga kann beispielsweise sowohl vorbeugend als auch akut helfen. Es gibt verschiedene Positionen, die schmerzlindernd und entspannend wirken.

Du kannst deinen Bauch auch mit einem selbst gemachten Yoni-Öl massieren. Dafür mischst du 30 Milliliter von einem Basisöl, zum Beispiel Olivenöl oder Mandelöl, mit zehn Tropfen Salbeiöl.

Salbei wirkt schmerzlindernd, krampflösend und entzündungshemmend. Sehr entspannend wird das Öl vor allem, wenn du anschließend noch eine Wärmflasche auf deinen Unterleib legst.

Tipp 5: Sex gegen Regelschmerzen

Sex während der Periode ist vielen Frauen und vielleicht auch Männern unangenehm. Aber während des Orgasmus schütten wir viele Endorphine und andere Glückshormone aus. Für uns kann der Sex also schmerzlindernd und entspannend wirken.

Er sorgt auch für eine bessere Durchblutung im Beckenboden, deshalb werden Bauchkrämpfe und Ziehen im Unterleib hinterher oft besser.

Zudem wandert der Muttermund während der Periode weiter nach unten. Das bedeutet, dass sich der Sex anders anfühlen kann.

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Vivien Stellmach

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