Wohlfühlen

Das macht die Zeitumstellung mit deinem Körper

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Der menschlich Körper ist an die Winterzeit gewöhnt. (Foto: Pixabay.com / Monoar)
geschrieben von Vivien Stellmach

Die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt macht den meisten Menschen zu schaffen. Das ist vollkommen normal, weil unsere innere Uhr aus dem Gleichgewicht gerät und sich erstmal anpassen muss. Wir erklären dir, was der Mini-Jetlag mit deinem Körper macht und wie du ihn überwindest.

Am 27. Oktober 2019 haben wir die Sommer- einmal mehr auf die Winterzeit umgestellt – die Zeit also von drei Uhr nachts auf zwei Uhr um eine Stunde zurückgedreht.

Und das, obwohl die EU-Kommission 2018 schon verkündet hatte, dass im März 2019 die letzte Zeitumstellung stattfinden soll. Dann hätten wir für immer in der Sommerzeit gelebt – und es ist gut, dass das nicht passiert ist.


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Denn vor der Zeitumstellung haben wir in der Winterzeit gelebt. Das ist die Normalzeit, an die unsere innere Uhr gewöhnt ist. Wenn wir die Uhr auf Sommerzeit stellen, müssen wir tatsächlich eine Stunde früher aufstehen.

In welcher Zeit wir leben, hat biologische Auswirkungen auf unseren Körper. Es ist deshalb keine demokratische Meinungsfrage, ob wir uns nach der Sommer- oder Winterzeit richten sollten, sondern eine biologische beziehungsweise wissenschaftliche Frage.

Die ewige Winterzeit ist die Lösung

Es gibt verschiedene Expertenmeinungen zum Thema Sommer- und Winterzeit. So warnen Schlafforscher beispielsweise davor, dass eine permanente Sommerzeit uns „dicker, dümmer und grantiger“ machen kann.

Die ewige Sommerzeit würde im Winter nämlich zu verlängerten dunklen Morgen führen. Und da wir in der Dunkelheit mehr Melatonin produzieren, was Müdigkeit und Lustlosigkeit hervorruft, würde sich dieser Effekt auch noch verstärken.

Die sogenannte Winterdepression, unter der ohnehin schon viele Menschen aufgrund der kurzen Tage leiden, könnte sich noch mehr verstärken. Auch die Wahrscheinlichkeit für Diabetes, Schlaf- und Lernprobleme könne sich dann laut Experten erhöhen.

Deshalb spricht sich die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) deshalb folgerichtig auch für die ewige Winterzeit aus. Ob wir nun die letzte Zeitumstellung hinter uns gebracht haben, bleibt aber erstmal abzuwarten.

Das macht die Zeitumstellung mit deinem Körper

Doch was passiert überhaupt, wenn wir die Zeit um eine Stunde vor oder zurückstellen? Immerhin ist es ja nicht so, als würden wir von Berlin nach New York fliegen und unseren Körper an mehrere Stunden  Zeitverschiebung gewöhnen müssen.

Unser Körper folgt einem genauen Tag- Nacht-Rhythmus und muss die innere Uhr in sehr kurzer Zeit umstellen. An diese innere Uhr sind die Hormonproduktion, unser Stoffwechsel und unsere Gehirntätigkeit gebunden. Und auch, wenn es nur eine Stunde Unterschied ist: Es kostet Energie, sich an eine andere Zeit anzupassen.

Deshalb sind viele Menschen nach der Zeitumstellung auch müde, erschöpft und schlecht gelaunt: Sie kämpfen mit einem Mini-Jetlag, der auch das körpereigene Immunsystem schwächt. Wir werden also auch kurzzeitig anfälliger für Erkältungen.

So bewältigst du den Mini-Jetlag

Das Tageslicht ist der wichtigste Taktgeber für unsere innere Uhr. Am besten gewöhnst du deinen Körper wieder an die Winterzeit, indem du also möglichst viel Zeit draußen am Tageslicht verbringst.

Gerade, wenn du beispielsweise nachmittags spazieren gehst, wirst du dich abends schneller müde fühlen und dementsprechend in der Regel besser schlafen können. Wenn du es zeitlich oder körperlich bedingt mal nicht schaffst, dich draußen zu bewegen, kannst du dich auch eine Weile auf deinen Balkon oder ans Fenster setzen.

Zudem hilft es auch, seine regelmäßigen Tätigkeiten eine halbe Stunde nach hinten zu verschieben – also etwa, wann du isst und ins Bett gehst. Dadurch gewöhnt sich der Körper nämlich langsam an den neuen Rhythmus.

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Über den Autor

Vivien Stellmach

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